Fotografieren im Schnee

Radomir Jakubowski-1Es sind noch drei Stunden bis Sonnenaufgang, der Wecker klingelt. Meine Nase ist kalt und ich weiß, wenn ich mich jetzt aus meinem Schlafsack rollen werde, wird es den ganzen Tag über nur noch kälter werden. Warum also aufstehen? Ach ja, stimmt: weil ich die Naturfotografie liebe und heute das besondere Foto machen möchte. In den nächsten Minuten geht alles so schnell – dick einpacken; okay, lieber noch dicker einpacken; so viele Schokoriegel wie möglich aufessen; die Kopflampe, sowie die Schneeschuhe anziehen. Es kann also losgehen – der Tag kann beginnen. Nach einem Marsch durch den Tiefschnee, entlang eines Bergkammes, ist es immer noch finstere Nacht und ich erreiche mein Ziel: den Balzplatz der Birkhühner. Ein hochsensibler Ort, an dem ich aufpassen muss, die Tiere nicht zu stören. Hier heißt es nun Tarnung und Fotoequipment aufbauen und auf die Motive warten. Continue reading