Herbst-Tour im Vindelfjelens Naturreservat / Nordschweden

Uwe Bachhuber

Nach vielen langen Reisen rund um den Globus, wurde letztendlich Skandinavien meine zweite Heimat. Immer wieder zieht es mich mit meinen Hund hinaus in die weiten des skandinavischen Fjells. Diese Ruhe und Weite lässt sich nur noch an wenigen Orten so geniessen.

Gemütlich sitzen wir bei Kaffee und etwas Schokolade inmitten des Vindelfjellens Naturreservat (Nordschweden) in einer warmen und gemütlichen Stuga. Seit Tagen stürmt es und wir sind froh nach einigen Tagen im Zelt dieses Mehrangebot an Platz genießen zu können.

Später erfahren wir, das gerade in diesem Moment ein Orkan über uns weggezogen ist. Welch ein gutes Timing.

Aus der als gemütlich angedachten Herbsttour, hat sich eine recht ungemütliche, fast schon Wintertour entwickelt. Seit Beginn an wechselt je nach Höhenlage der Regen in Schnee, der Schnee in Regen und der Wind zerrt wie verrückt an unserer Bekleidung. Wir, das sind Bernd, mein Hund „Lotta“ und ich.

Trotz des etwas ungemütlichen Wetters bleiben die Eindrücke atemberaubend. Gerade solch ein unbeständiges Wetter lässt diese Landschaft noch unwirklicher und wilder erscheinen.

Und schließlich gibt es ja richtig gute Outdoorbekleidung. Bei diesen nassen, windigen und sehr anstrengenden Bedingungen setze ich mittlerweile sowohl bei Jacke und Hose auf Páramo. Nichts konnte mich bislang in punkto Atmungsaktivität mehr überzeugen als diese direktionale Arbeitsweise der Páramo-Outdoorbekleidung.

Diese Textilien nehmen Feuchtigkeit nicht nur als Dampf sondern auch in flüssiger Form auf. Das verhilft zu unvergleichlichem Tragekomfort und wird damit zum optimalen Wetterschutz.

Dies funktioniert selbst unter widrigsten Bedingungen. Die enorm schnellen Trocknungszeiten sprechen ebenso für sich. Alle Versprechen dieser Nikwax Analogy® Waterproof Eigenschaften,werden mehr als gehalten.

Aufgebrochen sind wir vor einigen Tagen in Ammarnäs/ Nordschweden. Erstmal geht es mit dem Faltkajak den Stor-Tjulträsket (einem langgezogenenSee) entlang in die einsame Fjelllandschaft.

Der schmale See zieht sich über viele Kilometer an den bereits verschneiten Berghängen entlang. Durch diese Enge gewinnt der Wind deutlich an Fahrt, was uns das Vorankommen etwas erschwert. Aufgrund des niedrigen Wasserstandes gelangen wir nicht in das angrenzende kleinere Becken, von wo aus unsere Trekkingtour starten sollte.

So geht es somit ein paar Kilometer vorher schon einen recht schlammigen Weg entlang, bis wir auf den Kungsleden treffen.

Dann einen Tag lang den Kungsleden folgend an der Servestugan vorbei ins Hochfjell, wo uns dann die ersten Sturmausläufer erreichen. Unter widrigen Bedingungen stellen wir in der Dämmerung unser Zelt auf. Am nächsten Tag sind wir umringt von unzähligen Rentieren. Nach einigen Fotos und ausgiebigen Kaffegenußes folgen wir weiter den Kungsleden bis zur Tärnasjöstugorna. Hier biegen wir ab und folgen einen nicht so häufig begangenen Trail durch wunderschöne knorpelige Birkenwälder. Der Schneefall wird mitunter immer stärker und der Weg immer rutschige und beschwerlicher.

Doch immer wieder reist die Wolkendecke auch auf und gibt uns Einund
Ausblicke in dieses sagenhaft schöne Hochgebirge. Nach 2 Tagen erreichen wir dann endlich die kleine Stuga, die uns als Unterkunft für ein paar Tage dienen soll. Als Basislager nutzend erkunden wir von hier das raue aber herrlich faszinierende Gebirge.

Die starken Schneefälle, lassen uns mittlerweile nach Alternativen für
unseren Rückweg suchen. Gedacht war über einen kleinen, mäßig
markierten Trail, der von hier über das Hochfjell führt, zurück an den See zu gelangen. Wir aber haben Glück und das Wetter beruhigt sich. Wir nutzen die Gelegenheit und erkunden unseren Rückweg. Wir entscheiden, bei gleichbleibender Wettersituation unsere ursprüngliche Route zu versuchen. Auch der darauf folgende Tag beginnt sonnig und wolkenlos.

So packen wir zusammen, erneuern die von uns verbrauchten
Holzvorräte und ziehen los. Zwar schlägt das Wetter am Abend wieder um, aber da haben wir bereits soviel Strecke zurück gelegt,das wir uns an den jetzt vorhandenen Felsformationen orientieren können.

Auch hier sind wir von der Landschaft begeistert. Durch die zu dieser
Jahreszeit bereits sehr tief stehende Sonne werden auch besondere Lichtverhältnisse geschaffen, die dies noch märchenhafter erscheinen läßt.
Nach einen weiteren strammen Tagesmarsch erreichen wir wieder den
Stor-Tjulträsket. Hier nochmals das Zelt aufschlagend geht
es dann am nächsten Tag mit dem Kayak zurück nach Ammarnäs und
wir sind wiedermal überrascht über dieses faszinierende Lappland.
Wir kommen wieder, das steht fest.

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