Greenpeace Bericht: “Chemie in unberührter Natur”. Verschmutzung durch PFCs ist überall. Páramo ist eine der wenigen Marken, die dieses Thema ernst nehmen.

Der kürzlich erschienene Greenpeace-Bericht “Chemie in unberührter Natur” sagt es klar und deutlich: PFCs sind mittlerweile schon so weit verbreitet, dass sie sogar in den am entferntesten gelegenen Regionen unsere Erde nachweisbar sind! Ebenfalls erwähnt wurde in diesem Bericht, dass Páramo eine der wenigen Outdoor-Bekleidungsmarken ist, die diese gefährlichen Chemikalien von ihrer Produktion komplett ausgeschlossen haben.

Greenpeace findet PFCs in Schnee und Seen von abgelegenen Bergregionen

Seit Jahrzehnten werden perfluorierte Chemikalien (PFCs) für Wasser abweisende Ausrüstungen in Outdoorbekleidung und Beschichtungen für Pfannen uvm. verwendet. Allerdings häufte sich in den letzten Jahren die wissenschaftliche Erkenntnis, dass diese Chemikalien gesundheitliche Schäden verursachen können und darüber hinaus eine Gefahr für unsere Umwelt darstellen. Der Grund: die chemische Gruppe der perfluorierten Chemikalien ist umweltpersistent, was bedeutet, dass sie sich nicht mehr abbauen. Deren Verbleiben in der Umwelt sowie nachgewiesene Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, wie hormonelle Störungen bei Frauen, Krebs und geschwächte Immunsysteme bei Kindern veranlasste Greenpeace dazu, eine Kampagne gegen die Verwendung von PFCs zu starten.

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Wissenschafter von Greenpeace entnehmen Proben. Foto: ©Greenpeace

Bisherige Greenpeace-Berichte sprachen ebenfalls eine unmissverständliche Sprache: PFC-haltige Ausrüstungen sind auf wasserdichten Jacken der meisten namhaften Outdoor-Hersteller zu finden. In ihrem jüngsten Bericht unternahm Greenpeace Expeditionen in entlegene Bergregionen rund um den Globus, um dort Schnee- und Wasserproben zu entnehmen. Was sie fanden gab Schlüsse auf ein anderes Problem: sind PFCs erst einmal in unseren Gewässern, geraten sie auf diesem Weg sowie durch die Atmosphäre in jede Ecke unseres Planeten. Link zum Greenpeace-Bericht. Die größte Menge an perfluorierten Chemikalien wird bereits bei der Herstellung der Materialien ausgestoßen, die Teil der Produktionskette vieler großer Outdoormarken sind. Da die Outdoor-Industrie dem Naturliebhaber und Outdoor-Enthusiasten die notwendige, zumeist hochfunktionelle Ausrüstung für ihre Abenteuer bietet, sollte laut Greenpeace genau hier der Ansatz liegen: die Outdoor-Marken selbst sollten Druck auf ihre Hersteller ausüben, damit die Verwendung dieser gefährlichen Chemikalien eingestellt wird.

Páramo nach wie vor die einzige britische Outdoormarke, die PFC aus ihrer Bekleidungskollektion verbannt hat

Die Outdoorbranche hat bislang auf dieses Thema viel zu langsam reagiert. Nick Brown, Gründer von Nikwax und Páramo, hat schon vor mehr als 10 Jahren begonnen, die gesamte Branche darauf hinzuweisen, doch haben nur wenige Marken entsprechend gehandelt. Der Greenpeace-Bericht verdeutlicht, dass Páramo als einziger britischer Bekleidungshersteller und nur eine Handvoll Hersteller weltweit die Verwendung von PFCs aus ihrer gesamten Produktionskette ausgeschlossen haben. Seit 2014 hat Páramo seine Lieferanten gebeten, auf PFC-Ausrüstungen komplett zu verzichten und statt dessen die fertig genähten Kleidungsstücke mit leistungsstarken Nikwax-Imprägnierungen auszurüsten. Im Gegensatz zu seinen Mitbewerbern hat Nikwax in den eigenen Pflegemitteln seit jeher den Einsatz von perfluorierten Chemikalien verweigert. Páramo wendet sogar ein Testprogramm an, mit dem sicher gestellt werden kann, dass die verarbeiteten Materialien nicht mit PFCs in Verbindung kamen. So kann Páramo sicher stellen nicht zur weltweiten Umweltverschmutzung durch PFCs beizutragen.

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Greenpeace-Wissenschaftlerin entnimmt Wasserproben zur Feststellung von PFCs. Foto: ©Greenpeace

Greenpeace beweist, dass man durch das Tragen von PFC-freier Outdoorbekleidung keine Kompromisse in Sachen Leistungsstärke eingehen muss

Viele namhafte Outdoormarken behaupten, dass es keine annehmbare PFC-freie Alternative gibt, und gehen statt dessen von C8-PFCs zu kürzer kettigen C6-Formeln über. Beide sind sich jedoch in ihrer chemischen Zusammensetzung sehr ähnlich und haben dieselben gefährlichen Eigenschaften, allen voran ihre Umweltpersistenz. Hinzu kommt, dass C6-Verbindungen dafür bekannt sind, weniger effektiv zu sein, weshalb größere Mengen zum Einsatz kommen, um dasselbe Ziel zu erreichen. In ihren Proben fand Greenpeace sowohl C8- als auch C6-Verbindungen. Páramo und Greenpace sind daher der Meinung, dass alle PFCs vermieden werden sollten – zum Schutz der menschlichen Gesundheit und dem Erhalt unserer Umwelt! Dass es sehr wohl möglich ist, leistungsstarke Outdoorbekleidung ohne die Verwendung dieser gefährlichen Chemikalien herzustellen, hat Páramo mit aller Deutlichkeit bewiesen – und Greenpeace wählte für die Ausstattung ihrer Expeditionen unter anderem die PFC-freie Bekleidung von Páramo. O-Ton von Greenpeace: “Auf unseren Expeditionen wurde ausschließlich PFC-freie Bekleidung getragen, und wir waren allesamt mit unserer Ausrüstung sehr zufrieden, auch bei extremen Wetterbedingungen und auch über 5.000 Höhenmetern. Es ist schon sehr ironisch wenn man darüber nachdenkt, dass Unternehmen, deren Erfolg von einer intakten Natur abhängig ist, freiwillig dazu beitragen, dass diese gefährlichen Chemikalien in unsere Umwelt geraten!” Wenn auch Sie sich bei der Greenpeace Detox-Kampagne mitmachen möchten, klicken Sie bitte hier.

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