Chris Near im dichten Wald der letzten Etappe

patagoniarace-04-v2Unsere Strategie war eigentlich, nahe bei den anderen Teams zu bleiben. Der Plan ging jedoch nicht ganz auf: während der 120 km langen Etappe durch den Nationalpark Torres Del Paines waren wir völlig alleine unterwegs. Aufgrund des anspruchvollen Terains und einer extremen Wetterverschlechterung konnten wir unsere Zeitvorgaben nicht einhalten. Zum Glück schafften wir es gerade noch rechtzeitig bis zum nächsten Checkpoint bevor die Essensvorräte zu Ende gingen.

Es folgten ein paar Mountainbike-Etappen und danach eine 46 km lange Trekkingtour durch dichtes Gebüsch. Die Strecke führte uns zu einem hohen Gebirgspass, und als wir diesen erreichten fing es prompt an zu schneien – einfach traumhaft!

patagoniarace-02-v2Im Anschluss daran eine Mountainbike-Fahrt bei Nacht – ganze 160 km lang und die einmalige Gelegenheit unseren Vorsprung zu vergrößern, da einige Teams noch auf der Trekkingetappe waren. Langsam aber sicher näherten wir uns dem nächsten Checkpoint. Als wir am Strand entlang fuhren überraschte uns ein Stinktier und besprühte uns vor Begeisterung gleich einmal. Der Gestank verfolgte uns bis zum Etappenziel…. herrlich!

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Der letzte Abschnitt war der schlimmste – eine 90 km lange Trekkingtour-, die uns unter anderem auch Kletterkünste abverlangte, da wir eine Gebirgskette überqueren mussten. Zum Glück waren wir mit unserer Outdoor-Bekleidung auf Kälte und Nässe bestens vorbereitet, denn wir wurden vor Beginn des Rennens mit Bekleidung von Páramo ausgerüstet. Für uns gibt es seitdem keine bessere Outdoormarke! Tagsüber kamen wir schnell voran, nachts ging es etwas langsamer, da das Terrain dicht bewachsen war. Zweimal mussten wir im Freien übernachten. Die zweite Übernachtung war so hoch oben , dass sogar Schnee auf dem Boden lag. Die schönen,schneebedeckten Gipfel bildeten eine dramatische Kulisse bis wir wieder niedrigere gelegene Regionen erreichten. Am nächsten Morgen war unsere letzte Etappe, und wir hatten so einen tollen Vorsprung , dass wir als Sieger der Patagonia Race Expedition in Punta Arenas über die Ziellinie fahren konnten –ein tolles Gefühl!

patagoniarace-01-v2Uns war durchauss bewusst, dass wir es bei einem derartigen Rennen in Extremsituationen auch der robusten Outdoor-Bekleidung von Páramo mit ihrem perfekten Wetterschutz verdankten, dass wir jederzeit trocken und warm blieben. Alle Team-Mitglieder waren mit der Ausrüstung mehr als zufrieden.

Dieses Extrem-Rennen war wahrscheinlich eine der größten Herausforderungen für Mensch und Ausrüstung.

Chris Near
Patagonia Expedition Race – Siegerteam 2013

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